Alle wollen Bitcoins

Über den rasanten Aufstieg einer Kryptowährung

Der Bitcoin ist seitdem er in in der letzten Novemberwoche die Marke von 10.000 € durchbrochen hat in aller Munde. Die Kryptowährung hat seit Anfang des Jahres ihren Wert verzehnfacht und scheint für viele ein attraktives Spekulations-Objekt. Experten wie zum Beispiel die deutsche Finanzaufsicht Barfin warnen Privatanleger allerdings vor Investitionen, da die neue Währung sehr instabil ist. Auch ein Totalverlust ist möglich. Doch was hat es mit dem Bitcoin auf sich?

Der Bitcoin ist eine digitale Währung, die im Jahr 2008 erstmals von Satoshi Nakamoto beschrieben wurde. Wer diese Online-Währung aber tatsächlich erfunden hat, ist bis heute unklar. Es gibt mittlerweile auch andere Kryptowährungen und es bleibt spannend, welche digitale Münze sich langfristig durchsetzen wird.

Blockchain-Datenbanken als Grundlage

Als Grundidee liegen allen Kryptowährungen peer-to-peer-Systeme, sogenannte Blockchain-Datenbanken zu Grunde. Diese dezentralen Datenbanken verschlüsseln Transaktionen. Die Währung wird ausschließlich über das Internet erworben, und ist sowohl eine Alternative für Bezahlsysteme, wie Kreditkarte oder Bargeld, als auch zu den Landeswährungen. Allerdings werden Bitcoins & Co. nicht als staatliche Zahlungsmittel anerkannt, und sie galten lange als Währung für Nerds und Kriminelle. Banken sind an den Transaktionen nicht beteiligt.

 

fotolia/Jakub Jirsák

Bitcoins sind fälschungssicher

Die digitale Valuta kann nicht gefälscht werden oder kaputt gehen: Ein Bitcoin existiert in einem großen, gesicherten Computernetzwerk, und wird über ein Passwort gesichert, dass nur der Besitzer kennt. Transaktionen mit Bitcoins werde durch das Versenden einer passwortgesicherten E-mail möglich. Der Empfänger benötigt dieses Passwort, um das Geld auch tatsächlich zu erhalten. Bitcoins können grundsätzlich auch in Geschäften oder Restaurants zum Bezahlen benutzt werden. Dafür ist allerdings ein Smartphone, ein digitales Portemonnaie (Wallet), sowie eine Software für den PC notwendig.

Vorteile der Kryptowährung sind, dass die Nutzung für den Einzelhandel ohne teure Bezahlsysteme einfacher ist. Es ist eine neutrale Währung, die für ausländische Transaktionen nicht erst eingewechselt werden muss und weltweit binnen Sekunden einsetzbar ist.

 

Gute Sicherung notwendig

Allerdings ist eine gute Sicherung des digitalen Bitcoin-Portemonnaies unerlässlich, denn nur der Empfänger kann eine Transaktion rückgängig machen. Eine Bitcoin-Transaktion ist anonym, so lange der Versender keine Informationen offen legt. Allerdings müssen auch Bitcoin-Transaktionen versteuert werden.

Ebenso bleibt die Frage offen, wie stabil die Kryptowährungen mittelfristig sind. Auch wenn manch Neu-Millionär sich aktuell von den Medien feiern lässt, kann die Spekulationsblase doch noch platzen.